Ägypten – wir schauen mal wieder nur zu

Alle Demokratiebewegungen im Norden Afrikas kamen bisher von innen heraus. So sollte es auch sein, wie wir auch an unserer eigenen Geschichte lernen durften (“Wir sind das Volk!”).

Doch dürfen wir Europäer auch schweigen, wenn die Gefahr besteht, das die Demokratie niedergeknüppelt wird? Wohl eher nicht!

Wenn die bisherigen Machthaber das eigene Volk schlagen, verletzen und töten, dann dürfen die Demokraten nicht schweigen. In Anlehnung an einen schönen Satz über das Böse gilt: “Die Diktatur gewinnt schon dann, wenn die Demokratie nichts tut!”

Aber ist es überhaupt richtig, zu behaupten, das die Demokraten nichts tun? Wenn man sich die Berichterstattung von ARD und ZDF in den ersten Tagen des Aufstandes in Ägypten ansieht, dann darf man wohl behaupten, das die deutsche Demokratie noch nicht einmal berichtet hat! Von aktiven Tun wäre man dann immer noch sehr weit entfernt!

Frohes Neues Jahr 2011

Allen ein gesundes neues Jahr 2011!

Mögen alle eure Wünsche, Hoffnungen und Sehsüchte in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten in Erfüllung gehen. Zum ersten Mal habe ich mir für das neue Jahr absolut nix vorgenommen, so dass ich jede kommende Entwicklung als Fortschritt feiern kann! 😉

Nur wer sich wehrt, hat Erfolg

Viele Firmen gehen dazu über, ihre (Service-)Hotlines auf
kostenpflichtige Rufnummern umzustellen oder haben das bereits schon
getan. Gut für die Firmen (jeder Anruf bringt ihnen Geld), schlecht
für die Kunden (auch für berechtigte Reklamationen müssen sie zahlen).

Doch, die Firmen nehmen damit nicht nur Geld ein! Denn nicht alle sind
so unverschämt und ändern die Minutenpreise von 0 Cent pro Minute auf
knapp 2 Euro pro Minute wie es kürzlich E-Plus mit ihren
Bestandskunden getan hat. Verbunden mit der kostenpflichtigen
„Kontaktgebühr“ ist auch eine Abschreckungsbarriere gegen
Kundenanfragen. Denn wer sich der Preise bewußt ist, überlegt es sich
mehrfach, ob er sein Anliegen per Telefon vorbringt. So lohnt sich
z.B. auch eine berechtigte Rückabwicklung von fehlerhaften Rechnungen
nur dann, wenn die Hotline-Gebühren den Widererstattungsbetrag nicht
übersteigen.

Vielleicht macht ein einfaches Beispiel die Sache klarer: Ein Kunde
entdeckt auf seiner Rechnung einen offensichtlichen Fehler. Es wurden
99 Cent zu viel in Rechnung gestellt. Wenn er nun die Hotline bemüht
und diese pro angefangene Minute 2 Euro abrechnet, dann macht eine
telefonisch Reklamation keinen Sinn: Für einen knappen Euro Gewinn muß
man 2 Euro Verlust in Kauf nehmen. Dadurch erleidet man einen weiteren
Verlust von 1 Euro.
Passiert dies aber jeden Monat ein Mal, so erhält die betreffende
Firmen unberechtigterweise 12,- Euro zu viel. Passiert dies nicht nur
einem Kunden sondern Hunderten oder gar Tausenden von Kunden, dann
kann die unberechtigt erzielte Zusatzeinnahme locker mehrere
Zehntausend Euro pro Jahr ausmachen (wenn nicht sogar deutlich mehr).

Der Kunde ist somit immer der Dumme! Es sei denn, dass er bereit ist
andere Wege zu gehen, z.B. ein Fax zu senden, welches ihn i.d.R. nur
wenige Cent kostet, bei einer Flatrate sogar gar keine zusätzliche
Gebühren nach sich zieht!!

E-Plus: Manche lernen nicht aus den Fehlern anderer

E-Plus hat Anfang Februar 2010 die Vermarktung für die (privaten) Endkunden eingestellt und verlagert sein gesamtes Privatkundengeschäft auf das Tochterunternehmen BASE. Somit können nur noch Geschäftskunden / Selbstständige direkt bei E-Plus einen neuen Vertrag abschließen. Privatkunden müssen sich an BASE wenden, eine der vielen Billigheimer-Töchter der „Großen Vier“ in Deutschland.

Wer ein wenig in der Historie kramt, dem wird vielleicht ein ähnliches Unterfangen eines anderen großen Unternehmens aus der Bankenbranche in Erinnerung gerufen: Auch die „ehrwürdige“ Deutsche Bank war der Ansicht, dass mit Privatkunden kein großes Geld zu machen sei und hatte für diese ein Tochterunternemen ins Leben gerufen: Die Deutsche Bank 24. Den Kunden gefiel es aber gar nicht, zu Kunden 2. Klasse gemacht zu werden und ließen zu einem nicht unerheblichen Teil die Deutsche Bank 24 links liegen und ging zu einem anderen Kreditinstitut. Nachdem die negativen Folgen dieser „Ausgliederung“ nicht mehr zu verheimlichen waren, gab man den ursprünglichen Plan auf und gliederte die Tochter wieder ein.

Heute ist die Deutsche Bank 24 Geschichte und es gibt nur noch Kunden 1. Klasse!

Warten wir mal ab, wie lange E-Plus brauchen wird, um einzusehen, denselben Fehler gemacht zu haben, und das Rad der Zeit zurückdreht?!