3 Tage re:publica 2013 — Ein Klassentreffen mit Wehmut

Dieser Beitrag ist Teil 4 von 4 in der Serie re-publica_2013

Im letzten Jahr hat er uns nicht mehr beschimpft sondern gelobt; in diesem Jahr war er nicht mehr so gut drauf wie sonst: Sascha Lobo, der „große alte Mann“ des Internet-Kabaretts wirkte ein klein wenig ausgelaugt, so wie die meisten Netzaktivisten, die sich vom 6. bis 8. Mai zur re:publica 2013 in der Station Berlin trafen.

Nach dem tollen Sieg über ACTA im vergangenen Jahr, musste die Internet-Gemeinde feststellen, dass es in diesem Jahr nicht mehr hieß „… bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter!“

Auf dem Boden der Realitäten sind die meisten angekommen: Aktionen im Netz ersetzen keine Aktionen vor Ort, Online-Petitionen helfen auch bei Tausenden von Unterzeichnern nichts, wenn die Politik davon max. Notiz nimmt, aber ansonsten handelt wie zuvor.

Wir müssen alle gemeinsam unsere Daten in unseren Besitz nehmen, müssen die Netzneutralität verteidigen und endlich den Arsch vom Stuhl bekommen und den Körper auf die Straße!

Und — so Lobo — zur Not muss man sich auch mit dem „Teufel“ verbünden: Wie können wir die Bundesregierung, wie können wir Frau Dr. Merkel davon überzeugen, dass das Internet für alle da ist?!

Ach ja, und ein neues Logo hat die HobbyLobby auch: (#) !

Apple-Store-Eröffnung im MTZ

Ich hatte das große Glück am 17.11.2011 bei der Eröffnung des Apple Stores im MTZ in Sulzbach dabei sein zu dürfen. Was für ein Ereignis!

Allein das Spektakel, welches die Apple-Store-Mitarbeiter selbst vollführen, rechtfertigt meine mehr als einstündige Wartezeit bis zum Öffnen der Türen für die Besucher/Kunden. Bis ich dann selbst den Store betreten durfte, verging locker eine weitere Viertelstunde.
Doch die Wartezeit wurde uns so angenehm wie möglich gestaltet: Es gab Kaffee (von Starbucks), Brezeln und Wasserflaschen. Zudem waren auch die anderen Wartenden sehr diszpliniert: Kein Drängen, kein Schubsen, kein Schieben. Sicherlich half auch das kostenlos nutzbar WLan (aka WiFi) des Apple Stores, um die Wartezeit zu überbrücken. Mir persönlich fehlte nur ein leichter klappbarer Aluminiumstuhl, da sich ab einer Stunde Wartezeit nicht nur meine Füsse sondern auch mein Rücken bemerkbar machten!

Natürlich gab es auch jede Menge Presse, die das Spektakel in Wort und Bild protokolliert haben. Irgendwann ging mir diese Personen aber auch ganz schön auf den Keks, denn sie haben immer die besten Motive durch ihre Präsenz „verunstaltet“! Vielleicht sollte die „Pressemeute“ feste Zeitfenster bekommen, damit der gewöhnlich sterbliche Besucher die Chance erhält, einige wenige private Aufnahmen machen zu können?!

Ich habe es dann — wie wahrscheinlich alle anderen — genossen unter Gejohle und Geklatsche durch ein Spalier der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den hinteren Bereich des Stores betreten zu können. Das Angebot an Geräten und Zubehör ist mehr als nur beeindruckend. Auch die Anzahl der Store Mitarbeiter ist unglaublich. Trotz des großen Ansturms kamen etwa auf 5 Besucher locker 3 (oder sogar mehr) MitarbeiterInnen. Keine Frage blieb unbeantwortet, auch wenn man sich manchmal ein wenig gedulden musste, um den richtigen Ansprechpartner „an die Seite gestellt“ zu bekommen. „An die Seite gestellt“ meine ich hierbei wörtlich: Konnte ein Store Mitarbeiter die Frage nicht bearbeiten wurde sogleich ein Kollege hinzugezogen, der per WiFi-Handgerät aus einer Art „Warteraum“ herbeieilte. Ja, so würde ich mir die Kundenbetreuung bei allen Hersteller-Läden wünschen!

Noch ein Wort zum Thema „Kundenempfang“: So sehr man den Trubel nachvollziehen und auch genießen kann, ist diese permantente „Hintergrundbeschallung“ für ein echtes Beratungs- und Kundengespräch eher nachteilig. Also besser nicht am den ersten Tagen etwas wirklich kaufen wollen, wenn man noch jede Menge Fragen zum avisierten Produkt hat. Dann lieber die Stimmung mitnehmen und einen Termin mit einem sog. Specialist vereinbaren und an einem etwas ruhigeren Tag wiederkommen.
Wer allerdings schon genau weiß, was er mitnehmen möchte und nur noch die ein oder andere Kleinigkeit an Informationen abrufen will, dem sei ein Eröffnungstag ans Herz gelegt. Dieses Event wird man so schnell nicht vergessen! Die T-Shirts des jeweiligen Stores, welche es nur zur Eröffnung gibt, tragen das Ihrige dazu bei!

WordCamp 2011 in Köln (Anreise)

BarCamps, ConventionCamp und „normale Messen“ sind für mich inzwischen nichts Neues oder gar Ungewöhnliches mehr. Aber auf einem WordCamp war ich bisher noch nicht!
Dies soll sich heute auf meinem ersten WordCamp in Köln ändern.

Die Teilnehmerpauschale von 10,- Euro ist für eine „(…)-Camp“-Veranstaltung ungewöhnlich, doch ich persönlich finde die Idee gut. Wie viele OrgaTeams haben sich allein in diesem Jahr darüber geärgert, dass viele Angemeldete nicht erschienen sind und dadurch Leute auf der „Warteliste“ nicht berücksichtigt werden konnten oder kurzfristig nicht mehr bereit waren „nachzurücken“? Wie viele? Wahrscheinlich die meisten?!

Ich finde, wenn Sponsoren vorhanden sind, die Räume und Technik zu Verfügung stellen, die sich um das leibliche Wohl kümmern und um Etliches mehr, dann darf man doch auch von den Teilnehmern erwarten, dass sie entweder erscheinen oder sich so früh wie irgend möglich abmelden.
Doch die sog. „No-Shows“ sind nach wie vor gang und gebe und inzwischen scheinen einige in das Guiness-Buch der Rekorde durch ihr Nichterscheinen kommen zu wollen?!

Nun sitze ich also hier im ICE 503 von Hannover nach Köln an einem Samstag Morgen, nach etwa 5 Stunden Schlaf und nur mit einem Kaffee im Bauch.
Schon bevor es los ging, wurde ich von einem „freundlichen Zugbegleiter“ mit den Worten „Die Raucherzone ist da hinten!“ begrüßt. Nee, ist klar, der Rauch hält sich an die gelben Recktecke auf dem Boden.
Natürlich hat er Recht, dass man als Raucher bitte doch auch die entsprechenden Bereiche nutzen soll, aber am Samstag Morgen und 5:30 Uhr bei 5 Fahrgästen auf dem gesamten Bahnsteig könnte man doch auch ein Auge zudrücken, oder? Egal, ich war bedient!

Und das es die Servicecrew aus dem Speisewagen bisher nicht einmal geschafft hat, mit ein paar Bechern Kaffee auch in der 2. Klasse anzukommen, spricht entweder dafür, dass die megamäßig viel zu tun haben oder aber das Wort „Service“ anders interpretieren als der durchschnittliche Fahrgast.

Und da der Kaffee nicht zum Fahrgast kommt, muss der Fahrgast halt zum Kaffee …

Nachtrag: … kaum hatte ich mich innerlich über den mangelnden Service beklagt, schon wurde ich mit Kaffee am Sitzplatz belohnt! 😉

Am Berliner Hauptbahnhof

Als ich heute Nachmittag am Berliner Hauptbahnhof von einem jungen Mann angesprochen wurde, ob ich denn nicht den „strassenfeger“ kaufen wollte, konnte ich einfach nicht „Nein!“ sagen. Für vernünftige Projekte sollte man immer die geforderten 1,50 Euro oder so übrig haben! Zumindest finde ich das für selbstverständlich!

Da ich noch etliche Zeit am Bahnhof verbringen musste, bis mein Zug endlich zur Abfahrt bereit stand, habe ich in der Zeitung geblättert und den ein oder anderen Artikel quergelesen.

Und während des Lesens manifestierte sich in meinem Kopf eine Frage, die mich einfach nicht mehr loslassen wollte: Wenn nun immer mehr Printerzeugnisse auf elektronischen Vertrieb umgestellt werden und wir möglicherweise noch zu unseren Lebzeiten (also in den nächsten 20 bis 40 Jahren) gar keine auf totem Holz gedruckten Zeitungen mehr haben werden, was machen dann diejenigen, die bisher solche Straßenzeitungen verkaufen?

Werden wir dann im iTunes Store solche Heftchen abonnieren oder im Androide Market? Und falls ja, wozu sollte man dann diese Straßenverkäufer brauchen?

Für mich ist es kaum vorstellbar, dass diese Leute ein elektronisches Pedant dazu vertreiben werden können, denn was für einen Medium sollte es dann sein, welches eine echte physische Präsenz erfordern würde.
Es ist doch eher wahrscheinlich, dass wir wieder kleine Beschäftigungsfelder aus wirtschaftlichen Erwägungen durch Technik ersetzen.
Nischen für solche Personen werden somit immer weniger und ihre kleinen Fluchtwege aus der Tristesse des Nichtstun werden immer geringer, bis es nichts mehr geben wird, was sie aus ihrem trostlosen Tagein Tagaus herausreißen könnte!

Ich weiß, ich sollte meine Tag effizienter planen, dann hätte ich nicht so viel Zeit am Bahnhof (oder an anderen Orten) meine Gedanken so viel herumspinnen zu lassen …

Weihnachten in Berwang

Weihnachten in Berwang ist natürlich ganz anders als „zu Hause“:

  • Der echte Weihnachtsbaum steht im Gemeinschaftsraum gleich beim Reinkommen. In unserem Zimmer gibt’s dafür noch einen kleinen Weihnachtsbaum — künstlich, aber dafür mit einem richtig netten Lichterspiel.
  • Die Weihnachtsmesse ist natürlich in der kleinen Dorfkirche nebenan (ca. 5 Minuten entfernt, wenn man sich Zeit lässt) — eigentlich!uneigentlich gab’s dieses Jahr gar keine Messe, denn der Pfarrer hat — wie fast überall — weitere Gemeinden dazubekommen, so dass die Messe in Berwang zum ersten Mal entfallen musste.
  • Das Weihnachtsessen findet als Weihnachtsmenü in einem Restaurant statt. Die einzelnen Gänge werden genossen, dazu gibt’s eine Flasche leckeren Weines.
  • Geschenke gibt’s natürlich keine; denn der Aufenthalt an sich ist das Geschenk!

Dennoch kann man dieses ganz andere Weihnachten fast so genießen als wäre man zu Hause, denn etwas Entscheidendes fehlt vollständig: der Trubel! Der Trubel beim Geschenkekaufen, der Entscheidungsfindungsprozess bei der Auswahl des Weihnachtsessens. Die zeitliche Spannung, ob man alles (= Essen, Geschenke, Kirche) unter einen Hut bekommt.

Man nimmt Weihnachten als das war, was es eigentlich sein sollte: eine Zeit, in der Mann und Frau zur Ruhe kommt, in der man die Gedanken schweifen lassen kann. In der alles ein wenig gemächlicher gehen darf und soll und die übliche Alltagshektik in den Hintergrund tritt, so dass man sie kaum noch wahrnimmt!

JA, ich vermisse Weihnachten im Kreise der Familie!
Aber ich vermisse auf gar keinen Fall die Hektik davor und zum Teil auch während der Weihnachtsfeiertage! Und schon gar nicht diese Essgelage wie sie bei uns nun einmal Sitte sind. Nach Weihnachten müsste man sich selbst eigentlich eine strenge Diät auferlegen, die mind. bis Ostern dauern sollte — aber wer macht das schon, wenn der Jahreswechsel quasi „vor der Tür“ steht?

Berwang, wir kommen …

Zu einer Zeit, wo ich manchmal ins Bett gehe, sind wir heute am Morgen aufgestanden: 5 Uhr! [grusel]

In rund 2 Stunden hatten wir uns dann reisefertig gemacht, hatten die verbliebenen Sachen im Auto sowie in der Skibox verstaut, ein kleines Frühstück eingenommen und alles noch einmal „gegengecheckt“. Dann konnte es auch schon losgehen!

Die Strecke war bis etwa Hildesheim sehr entmutigend: Schnee und Schneeregen wechselten sich — voneinander kaum abgrenzbar — ab. Mehr als Tempo 60 war einfach nicht drin. Tina befürchtete schon das Schlimmeste für den restlichen Weg; doch ich war mir sicher, dass die Wettervorhersage am Vortag eintreffen würde und es mit jedem km in Richtung Süden besser würde. Zum Glück für uns beide, trug meine Hoffnung nicht!

Die erste Pause haben wir dann nach gut 2 Stunden hinter Kassel eingelegt: Einmal „Ölwechsel“ und „Nachtanken“ für Fahrerin und Beifahrer. Selbst Muttern hatte den Zeitpunkt im Gefühl und rief kurz vor der Weiterfahrt an!

Bisher hatte ich kaum etwas von der Fahrt mitbekommen, denn schon ein halbe Stunde nach dem Start bin ich immer wieder — mal kürzer, mal länger — eingenickt und die Fahrt eigentlich akkustisch wahrgenommen. Und auch die Weiterfahrt bis zum 2. Stopp war für mich größtenteils „wie im Schlaf“ gegangen! 😉

Die 2. Pause war — wenn ich mich recht erinnere — an der Raststätte „Ellwanger Berge“. Dort brauchten dann nicht nur Tina und ich sondern auch unser Auto — Käptn BlauBär — einmal „Nachfüllen“. Wir hatten Kaffee, das Auto Benzin und Frostschutzmittel für die Scheibenwischanlage.

Obwohl Tina sich anschließend immer noch fit genug fühlte, um weiterzufahren, durfte ich — nach einem Fahrerwechsel auf einem Parkplatz — auch ran und Käptn BlauBär fahren. Somit wurde die völlig unspektakuläre Grenzüberquerung ein Ereignis für mich! [stolzwieOscarsei]

Die Suche in Reutte nach Hofer (= ALDI Österreich) wurde zunächst zu einer Pleite. Das Navi schickt uns irgendwohin. Nur da gab’s keinen Hofer. Aber zum Glück hatte ich noch eine 2. Adresse in Petto! Und dort kamen wir nicht nur an sondern bekamen auch noch das, wonach mir gelüstete: Eine Yesss!-Mobilfunkkarte mit 3 GB Datenvolumen.

In Berwang angekommen, führte uns das Navi wieder irgendwohin, nur nicht dorthin, wo unsere Unterkunft für die nächsten Tage ist. Zum Glück hatte Tina den richtigen Riecher und fand auch völlig ohne elektronische Hilfestellung unser Zuhause auf Zeit. Bilder davon wird’s wohl morgen geben?!

Nach einem Abendbrot im Sportstüberl haben wir noch ein wenig den Tag Revue passieren lassen und Pläne für die nächsten Tage gemacht. Und jetzt wird’s Zeit für’s Bett, denn wir sind beide ziemlich platt.

To be continued … = Wird fortgesetzt …

Handygespräche auf Reisen

Gestern war ich auf Dienstreise und fuhr abends aus dem Süden wieder zurück nach Hannover.

Was man dabei über andere Mitreisende erfährt, ist schon erstaunlich … vor allem dann, wenn sie nebenbei Handygespräche führen! 😯

Kommen wir doch zu einem konkreten Fall: Regionalexpress nach Frankfurt (am Main); Fahrtdauer ca. 30 Minuten. Meine Mitreisende sitzt auf der linken Seite am Fenster, ich auf der rechten Seite. Seit sie (zusammen mit mir) Platz genommen hat, führt sie mit ihrem Handy ein Gespräch nach dem anderen.

Und das konnte ich, ohne mich anstrengen zu müssen, über sie erfahren:

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