Freitagsthema: Fußball-WM ganz ohne “den Titanen”?

Ja, ja, das war schon eine ganz schöne Überraschung, die uns da der Bundestrainer der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft, Jürgen Klinsmann, am gestrigen Freitag “in das Osternest” gelegt hatte: 1. Wahl für den Posten im Tor ist nicht Oliver Kahn, Keeper beim FC Bayern München, sondern Jens Lehmann, gegenwärtig erfolgreich im Auslandeinsatz bei Arsenal London!

Wie kommt man eigentlich dazu, bei den “Inselaffen” anzuheuern? Da ist der Fraß doch so schlecht, daß man lieber in Bangkok oder bei einem Straßenhändler in New York eher essen möchte als in Lodon?
Aber vielleicht ist er auch nur auf die Bonusmilen bei seinem Vielflieger-Tarif scharf oder auf die zollfreien Einkäufe, die er beim Pendeln zwischen “der Insel” und Deutschland durchführen kann?

Kann die Entscheidung aber wirklich erstaunen?

Wenn man sich das Spiel des FC Bayern vor Augen führt, bei dem Oliver Kahn an den Bällen vorbei bzw. ihnen hinterher gehechtet ist, kann es nicht verwundern, daß die gegenwärtige Fitness von ihm angezweifelt wird.
Außerdem: Wenn man erst nach dem Spiel einsieht, daß die körperliche Verfassung nicht ausreicht(e), um optimale Leistung auf dem Platz abzuliefern, ist das nicht eindeutig zu spät?

Vielleicht sollte er mal wieder eine Bananen-Kur anfangen; dann klappt’s auch wieder mit dem “hinlangen”?

Außerdem zeigte Lehmann in den letzten Wochen eine konstant gute Leistung, wo sich keine Patzer oder Aussetzer erkennen ließen.

Letztes, aber aus meiner Sicht entscheidendes Argument “pro Lehmann”: Er ist ein Teamspieler, er will zusammen mit den anderen gewinnen und er ist bereit, dabei Risiken einzugehen. Kahn hingegen ist eine Primadonna, mehr ein Alleinunterhalter im Tor anstatt ein Spieler wie alle anderen auch.

Entscheidung in den nächsten Tagen?

Die spannende Frage, welcher in den kommenden Tag nach einer Antwort “schreit”: Kann es sich Kahn leisten, auf den Bankplatz bei der WM 2006 zu verzichten? Was passiert, wenn Lehmann sich verletzt oder gesperrt wird? Wird dann ein Robert Enke (in Diensten von Hannover 96) zum erfolgreichen Torwart der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft und erntet ggf. die Lorbeeren?

Nachtrag

Er hat sich entschieden: Er setzt sich auf die Bank!

Baujahr 1970. Schütze. Kind der 80er und 90er. Isst gern und viel. Kann immer und überall Fernsehen/Videos konsumieren. Kann stundenlang die Natur im Stillen beobachten – kommt viel zu selten dazu. Mal sehr laut, manchmal sehr leise. "Wer sich nicht wehrt, hat schon verloren" · "Wehret den Anfängen!" · "Für den Sieg des Bösen genügt es, wenn die Menschen guten Willens nichts tun." Gegen Faschismus, Rassismus, Ungerechtigkeit und Dummheit. Lebenwesen, das gern und viel selbst denkt!

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