Kaltern 2019 (Tag 1)

Auch in diesem Jahr verbringen wir unseren Sommerurlaub in Italien, genauer gesagt: in Kaltern an der Weinstraße im Südtirol. Auch unsere Unterkunft ist dieselbe wie 2018: die Villa Clavenz in der Klavenz-Straße.

Wir wollten die An- und Abreise wieder mit der Deutschen, Österreichischen und Italienischen Bahn vornehmen, aber leider war das Ticket von München Hbf. nach Bozen Bahnhof am Anreise-Samstag in der Hauptreisezeit einfach zu teuer; daher sind wir auf dieser Teilstrecke auf den Flixbus ausgewichen, der beinahe genauso lange für diese Strecke braucht wie die Bahn – während die Bahn weniger als 4 Stunden für diese Strecke benötigt, dauert die Fahrt mit Flixbus etwa über 4 Stunden. Mit einer Differenz von etwa 15 min ist man also nahezu gleich schnell oder langsam, je nachdem wie man es sehen möchte.

Anzeige am Bahnsteig: Der ICE 783 nach München Hbf. fährt um 07:01 Uhr ab. Daneben eine runde Uhr mit der Anzeige 06:47 Uhr.

Wir reisen inzwischen sehr gern mit der Bahn, da man beim Bahnfahren alles mögliche machen kann, sich auch mal die Beine vertreten kann usw. während die Fahrt mit dem eigenen Auto immer große Konzentration erfordert, vor allem wegen der vielen anderen Verkehrsteilnehmer, die zumeist (grob) in derselben Richtung unterwegs sind.
Und ja, inzwischen halte wir es ökologisch für sinnvoller mit der Bahn zu reisen anstatt zu zwei in einem Fahrzeug zu sitzen und es selbst zu steuern und damit mit Sicherheit ein Vielfaches zur Erderwärmung beizutragen.

Inzwischen wird selbst in Kaltern überlegt, die alten Bahnstrecken, welche es von Bozen nach Kaltern und nach St. Michael Eppan gab, wieder zu reaktivieren, um die Anreise schneller, bequemer und klimafreundlicher für die Gäste zu gestalten. Auch wenn in Italien Mülltrennung immer noch größtenteils unbekannt ist und es sowas wie einen Pfand für Plastikverpackungen nicht gibt, versteht man gerade hier, wo mit Tröpfchenbewässerung gearbeitet wird, dass man nur mit der Natur leben kann.

Der ICE von Hannover Hauptbahnhof nach München Hauptbahnhof war absolut pünktlich, obwohl tags zuvor ein Sturm wütete; unsere Strecke scheint davon nicht betroffen gewesen zu sein.
In München angekommen, mussten wir unseren Fußweg zum Busbahnhof (ZOB) ermitteln und konnten dabei auf die Hilfe einer jungen freundlichen Frau zurückgreifen, die denselben Weg hatte wie wir. Der Busbahnhof liegt etwa eine S-Bahn-Haltestelle vom Hauptbahnhof der Bahn entfernt und es gibt keinerlei Beschilderung im oder am Bahnhof, der einem Reisenden den Weg weist.

Kartenausschnitt (Copyright Google Maps) der Stadt München mit Darstellung des Hauptbahnhofs inkl. seiner Ausgänge sowie des ZOB-Standortes.

Die Strecke zum Busbahnhof dauerte ca. 15–20 Minuten, bis wir dann auch noch unser Abfahr-Gate erreicht hatten vergingen insgesamt 25 Minuten vom Ausgang des Münchner Hauptbahnhof bis dorthin.

Anzeige am ZOB München: Am Gate 18 fährt der Flixbis nach Meran (Merano) um 12:40 Uhr ab, vom Flughafen München geht es bereits um 12:25 Uhr los.

Neben unserem Gate, an welchem wird warten musste befand sich ein Schalter von Flixbus, der sich ein Gebäude mit den Toiletten teilte.
Dort wollte allerdings niemand, der es nicht irgendwie unterdrücken konnte, auf Toilette gehen, da einem schon von weitem ein sehr unangenehmer Geruch entgegeneilte. Und an diesem Tag war es noch nicht sonderlich heiß, es hatte sogar auf dem Weg vom Bahnhof zum ZOB leicht genieselt!
Ich mag mir gar nicht vorstellen, welche olfaktorischen Sinneseindrücke sich ergeben können, wenn es dort richtig heiß wird!

Leider wurde das Ganze mit der Ankunft unseres Busses nicht wirklich besser: im Bus befand sich eine (Not-)Toilette, die auf einer gut 4-stündigen Fahrt oder längeren Zwischenstop genutzt werden musste. Nun ja, sagen wir mal so: alles kann, nichts muß!
Uns genügten schon die Geruchsschwaden, welche uns entgegenflogen, wenn die Tür zur Toilette geöffnet wurde. Wie sagte meine Mitreisende so schön:

Nach diesem Duft haben alle meine Körperorgane, welche Ausscheidungen produzieren, ihren Dienst umgehend eingestellt!

Martina H. aus H.

Die Toilette bestand aus einer Art Kabine, die in einem Stück gefertigt zu sein schien. Man stiegt also in eine Art Plastikkabine, in der ein Sitz eingelassen war. Alles war sehr beengt, beinahe wie die Toiletten in einem Flugzeug. Allerdings schien von Anfang an der Boden mit Wasser bedeckt zu sein, so dass man immer Feuchtigkeit mit seinen Schuhen auf den Teppich an den Plätzen mitnahm.
Zwischendurch wurde der gesamte Raum mit Wasser übergoßen, so dass sich im Stehbereich der Kabine eine etwa knöchelhohe Flüssigkeitsansammlung ergab. Angeblich sollte dies bei der weiteren Fahrt des Busses über eine dafür vorgesehene Abflussöffnung selbstständig entweichen; ich konnte allerdings nichts Deartiges feststellen bis wir in Bozen angekommen waren.
Diese Not-Toilette stellt aus meiner persönlichen Sicht der Dinge einen unzumutbaren Zustand da, der möglicherweise gesundheitliche Schäden für den Nutzer/die Nutzerin nach sich ziehen könnte. Zum Glück mussten wir diese Toilette nicht nutzen, denn auch ich verspührte auf der gesamte 4-stündigen Busfahrt keinerlei entsprechende Anzeichen meines Körpers …

In Bozen angekommen stand man nach dem Ausstieg aus dem Bus vor einer Wand – Wärme verbunden mit strahlendem Sonnenschein. Und dann wollte sich eine Gepäckklappe des Busses nicht öffnen und die Sonne gab die ganze Zeit ihr Bestes.
Ja, ein klimatisierter Bus ist etwas Feines – hilft aber wenig, wenn man aussteigen muss und dann in der prallen Sonne steht!

Nachdem wir unser gesamtes Gepäck bei uns hatten, mussten wir uns erst einmal orientieren, denn: während der Weg vom Bahnhof zum Busbahnhof in München noch einigermaßen übersichtlich war, standen wir in Bozen bei unserer Ankunft vor der Ausfahrt einer Freiwilligen Feuerwehr. Und man konnte noch nicht einmal eine Richtung bestimmen, in der sich der Bahnhof befinden könnte … doch auch hier halfen uns Einheimische und wiesen uns den rechten Weg! 😉

Doch unsere kleine Odysee hatte noch nicht ihr Ende gefunden, denn wir mussten uns erst einmal 7-Tage-Pässe für die öffentlichen Verkehrsmittel in Südtirol besorgen (am Bahnhof war natürlich zunächst nur einer von mehreren Schaltern geöffnet) und dann noch die richtige Haltestelle für unseren Bus finden.
Doch wir bekamen die Pässe am Schalter der Italienischen Bahn und wir fanden die richtige Haltestelle – auch hier geht ohne Durchfragen gar nichts … denn der Bahnhof wird umgebaut und nicht immer fahren die Busse da ab, wo die Haltestellen auf Plänen angegeben sind … Italien halt! 😉

Kurz nach 18 Uhr hatten wir es dann endgültig geschafft und waren an unserer Unterkunft für die nächsten gut 2 Wochen angekommen.

Blick von der Terasse unseres Zimmers auf Kaltern an der Weinstraße mit der Kirche am Marktplatz im Zentrum. Dahinter Berge und blauer Himmel. Links ist hinter Bäumen ein See zu erhaschen.

Und als Einstieg in den Urlaub gab es erst einmal eine zünftige Brotzeit für mich … traditionell im Gasthof zum Weißen Rößl am Marktplatz.

Ein großes rundes Holzbrett mit Schinken und Wurststücken sowie Käsestücken garniert mit Tomate, Paprika und Gurke. Darauf ein kleines Stück Butter. In einem weiteren Korb befinden sich unterschiedliche Brötchen.

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