Kategorie: Gedanken

Twitter, Mastodon und Co.: Blocken oder nicht?

Immer wieder stellt sich die Frage, was man mit Menschen tun soll, die einem bei bestimmten Themen immer wieder auf die Nerven gehen, weil sie immer eine andere Meinung haben und vor allem die eigene Meinung akzeptieren wollen? Und was machen mit Hass, Bedrohung, Rassismus, usw.?

Es gibt eine einfach Lösung: »Stummschalten«, wenn die Person es nicht mitbekommen soll, »Blocken«, wenn die Person wissen soll, das man persönlich nichts von ihrer Meinung hält.

Die meisten halten dieses Verhalten inzwischen für das einzig sinnvolle, wenn man seine eigene mentale Gesundheit nicht (weiter) in Mitleidenschaft ziehen möchte. Wer jeden Tag immer wieder Schwurbler und Gegner:innen lesen muss, der wird jeden Tag auf’s Neue runtergezogen – das kann auf Dauer nicht gesund sein!

Zwei Wochen Fediversum

Seit zwei Wochen treibe ich mich im Fediversum um – und mein Fazit ist: geil, wie damals als man sich gegenseitig geholfen hat anstatt sich gegenseitig auf die Nüssen zu gehen!

Vieles im Fediversum ist schon jetzt ziemlich gut gelöst bzw. eine Lösung ist bereits vorbereitet, es müssen nur noch bestimmte Randbedingungen erfüllt werden.
Hierzu zähle ich inbesondere die Editieren-Funktion, welche bereits als Code vorliegt, aber noch nicht aktiviert wurde, weil hierzu möglichst viele / alle Instanzen auf Version 3.5.x laufen sollten.

An anderer Stelle gibt es noch größere Baustellen, z.B. Pixelfed.
Als Alternative zu Instagram gestartet, hat es noch viele Schwächen, die ein Nutzer so zusammengefasst hat:

  • Antworten bekommt man eher nur zufällig mit, Antworten auf Antworten sieht man praktisch nie;
  • Bilder/Zeilenumbruch in Antwort geht nicht;
  • wenn andere Bilder antworten, sieht man die nicht;
  • nachträglich Lizenz/Ort/Bildbeschreibung anfügen geht nicht;
  • man sieht keine Reposts;
  • kein Client tut annähernd erträglich;
  • irre viele Bugs;
  • jede Liste zeigt Posts anders [an] … mal erste Zeile, mal X Zeichen, mal verlinkt…;
  • Collections so kaputt, dass sie unbrauchbar sind

Quelle: https://chaos.social/@drazraeltod/108260473882505726

Dafür lassen sich Beiträge eines Pixelfed-Accounts in Mastodon anzeigen, weil man solche Acccounts “regulär” als Follower integrieren kann.

Geschenktes Geld vom Staat für betrügende Autobauer?

Die Corna-Krise hat auch die erfolgsverwöhnten deutschen Autohersteller hart getroffen: jede Menge Kurzarbeit, unterbrochene Lieferketten, Absatzzahlen, die eingebrochen sind. – Aber man hat Geld, um Dividenden zu zahlen?!

Also jetzt wieder eine neue “Abwrack-Prämie”, damit der Autoverkauf wieder in Schwung kommt? Wie wäre es statt dessen mit keine Dividende zahlen?

Ich halte eine solche Maßnahme für falsch, wenn diese Prämie auch für sog. “Verbrenner”-Fahrzeuge gezahlt werden würde!

Gerade während des Lockdowns in Deutschland waren alle froh darüber, dass der motorisierte Verkehr sehr stark zum Erliegen kam, denn so konnte man wenigstens die Ruhe und die deutliche bessere Luft bei den kurzen Ausflügen “nach draußen” genießen!

Und wer kennt sie nicht, die Bilder, die uns aus anderen Ländern präsentiert wurden:

  • Venedigs Lagunen werden klar, man kann die Fische darin sehen;
  • am Bosporus werden wieder Delphine gesichtet;
  • Satelliten zeigen, wie sich Dunstglocken über Industriestandorten auflösen …

Doch für mich als Städter war es im Besonderen erstaunlich, wie schnell sich die Fußgänger und Fahrrad-Fahrer die Straßen “zurückerobert” hatten; endlich musste man nicht ständig den lauten und lästigen Autoverkehr ertragen.
Und auch der Lieferverkehr war deutlich entspannter, die Müllabfuhr führte nicht zu langen Autoschlagen, die sich kaum zu bewegen schienen und, und, und

Und nun die Rolle rückwärts?

Wir erleben schon jetzt die Massen an Autos, die zu Gottesdiensten, Open Air Veranstaltungen usw. zusammenkommen. Und nun soll der individuelle motorisierte Verkehr mit Verbrenner-Motoren noch weiter mit Steuergeld gepäppelt werden … frei nach dem Motto: Verluste verstaatlichen, Gewinne privatisieren!

Warum sollte man eine solche Maßnahme ergreifen, obwohl auch der Rat der (Wirtschafts-)Weisen sich dagegen ausspricht? Nur um Massenentlassungen in den nächsten ein, zwei oder drei Jahren hinauszuzögern? Wäre es nicht viel erfolgversprechender, wenn man jetzt auf Dividenden verzichtet und nur nachhaltige Antriebsverfahren födert?

Haben wir kollektiv vergessen, dass die Betrüger bei den Autoherstellern, die noch immer nicht “vom Hof gejagt” wurden, dabei sind, sich auf Kosten der Allgemeinheit zu bereichern, und dabei die Bundesregierung für die Partikularinteressen zu vereinnahmen suchen?

Nachtrag

Offensichtlich konnten sich dieses Mal weder die Lobbyisten noch die Ministerpräsidenten mit vielen Beschäftigten in der Autoindustrie durchsetzen: es wird keine Prämie für Fahrzeuge mit Verbrennermotoren geben. Aber durch die Mehrwertsteuer-Senkung gibt es wenigstens für teure & schwere SUVs (und vergleichbare Fahrzeuge) Geld geschenkt … wenn die Autohersteller und -händler mitmachen …

Super Bowl LI (2017)

Der 51. Super Bowl der NFL findet am 05.02.2017 ab 17:30 Uhr (Ortszeit) im NRG Stadium in Houston, Texas, zwischen den New England Patriots und den Atlanta Falcons statt. In Deutschland beginnt das Spiel um 00:30 Uhr am Montag, den 06.02.2017 statt.

Das Spiel wird in Deutschland im Sender SAT.1 übertragen … in den Details findet sich mein Live-Kommentar des Spiels im Archiv-Format.

Erdogan und kein Ende …

Wir haben da einen Präsidenten eines Staates namens Türkei, der sich für einen großen Gestalter hält: Recep Tayyip Erdo?an.

In seinem Land werden Demonstranten regelmäßig niedergeknüppelt, die Opposition wird behindert, wo es nur geht, die kurdische Minderheit im Land wird bombadiert, Zeitungsredaktionen unter staatliche Aufsicht gestellt usw.

Der Präsident möchte auch gern, dass sein Land Mitglied der EU wird, obwohl ihm bewußt sein müsste, dass viele Menschen in den Staaten der EU ihre Probleme mit einem Beitritt der Türkei bei der aktuellen innenpolitischen Lage hätten …

Und was macht die EU in Gestalt der Bundeskanzlerin Angela Merkel: sie gibt ihm 6 Milliarden dafür, dass die Türkei Flüchtlinge bei sich behält bzw. wieder zurück nimmt, um sie ohne echte Versorgung in menschenunwürdigen Zeltlagern einzusperren.

Ja es ist richtig:

Wir werden die Flüchtlingskrise nicht lösen, ohne die Ursachen für die Flucht zu beseitigen!

Aber dürfen wir in Europa, dürfen wir vor allem in Deutschland dazu übergehen, andere dafür zu bezahlen, dass sie Flüchtlinge von uns fernhalten? Und wie erpressbar machen wir uns dadurch? Was werden wir unternehmen, wenn die Zahlungen regelmäßig gefordert werden, weil man sich auch in Zukunft auf die Verteilung der Flüchtlinge auf die einzelnen Länder der EU einigen kann? Sind wir alle (in Europa) bereit, “Schutzgeld” zu zahlen wie es in einigen südeuropäischen Ländern üblich zu sein scheint? Und wo liegt unsere Schmerzgrenze, wenn es um’s Geld geht?

Europa scheint an einem extremen Scheideweg zu sein … und die Forderungen bzw. Aktionen eines gewissen Recep Tayyip Erdo?an könnten die Sargnägel für ein Europa mit Frieden und Freiheit für alle werden zu können.

Wann wird es endlich richtig … Winter?!

Man mag es kaum glauben, aber ich habe in den vergangenen Wochen immer wieder eine der folgenden Aussagen gehört:

Wann schneint es denn endlich?

Weihnachtsmarkt ohne Schnee und Kälte? Da schmeckt doch der Glühwein gar nicht!

Sonne und Wärme mag ich – aber ohne Winter machen die keinen Spaß.

Die meisten von uns sind immer noch auf Kälte und Schnee zu Weihnachten “geeicht”: auf Grund unserer Erfahrungen in der Kindheit haben wir Erwartungen, die in diesem Jahr vom Wetter so gar nicht erfüllt wurden.

Keiner mag das Chaos (am Morgen), wenn der erste Schnee gefallen ist – und für die Deutsche Bahn gibt es gar keien Jahreszeit, die einen pünktlichen Betrieb möglich macht – aber wir vermissen ganz offensichtlich etwas, wenn es zur Weihnachtszeit nicht kalt wird und der Schnee sich nur kurz blicken lässt oder ganz ausbleibt.

Nun gab es bereits in der Vergangenheit ein “zu viel” an Winter zur Weihnachtszeit: ich selbst kann mich an einen Heiligen Abend erinnern, an dem ich – untergehakt – mitten auf der Straße lang ging, weil es dort nicht so glatt war wie auf den Gehwegen. Doch auch mir wäre es lieber, wenn es in diesem Jahr zumindest deutlich kälter gewesen wäre …

Durch diese “Wetterkapriolen”, welche sich in den kommenden Jahren wahrscheinlich noch massiver auswirken werden, komme ich meinem großen Traum näher: einmal zu Weihnachten in T-Shirt und kurzer Hose auf dem Balkon grillen – in New York hätte man dies bereits in 2015 durchziehen können, bei 22/23°C!