Kategorie: Veranstaltung

WordCamp 2011 in Köln (Anreise)

BarCamps, ConventionCamp und „normale Messen“ sind für mich inzwischen nichts Neues oder gar Ungewöhnliches mehr. Aber auf einem WordCamp war ich bisher noch nicht!
Dies soll sich heute auf meinem ersten WordCamp in Köln ändern.

Die Teilnehmerpauschale von 10,- Euro ist für eine „(…)-Camp“-Veranstaltung ungewöhnlich, doch ich persönlich finde die Idee gut. Wie viele OrgaTeams haben sich allein in diesem Jahr darüber geärgert, dass viele Angemeldete nicht erschienen sind und dadurch Leute auf der „Warteliste“ nicht berücksichtigt werden konnten oder kurzfristig nicht mehr bereit waren „nachzurücken“? Wie viele? Wahrscheinlich die meisten?!

Ich finde, wenn Sponsoren vorhanden sind, die Räume und Technik zu Verfügung stellen, die sich um das leibliche Wohl kümmern und um Etliches mehr, dann darf man doch auch von den Teilnehmern erwarten, dass sie entweder erscheinen oder sich so früh wie irgend möglich abmelden.
Doch die sog. „No-Shows“ sind nach wie vor gang und gebe und inzwischen scheinen einige in das Guiness-Buch der Rekorde durch ihr Nichterscheinen kommen zu wollen?!

Nun sitze ich also hier im ICE 503 von Hannover nach Köln an einem Samstag Morgen, nach etwa 5 Stunden Schlaf und nur mit einem Kaffee im Bauch.
Schon bevor es los ging, wurde ich von einem „freundlichen Zugbegleiter“ mit den Worten „Die Raucherzone ist da hinten!“ begrüßt. Nee, ist klar, der Rauch hält sich an die gelben Recktecke auf dem Boden.
Natürlich hat er Recht, dass man als Raucher bitte doch auch die entsprechenden Bereiche nutzen soll, aber am Samstag Morgen und 5:30 Uhr bei 5 Fahrgästen auf dem gesamten Bahnsteig könnte man doch auch ein Auge zudrücken, oder? Egal, ich war bedient!

Und das es die Servicecrew aus dem Speisewagen bisher nicht einmal geschafft hat, mit ein paar Bechern Kaffee auch in der 2. Klasse anzukommen, spricht entweder dafür, dass die megamäßig viel zu tun haben oder aber das Wort „Service“ anders interpretieren als der durchschnittliche Fahrgast.

Und da der Kaffee nicht zum Fahrgast kommt, muss der Fahrgast halt zum Kaffee …

Nachtrag: … kaum hatte ich mich innerlich über den mangelnden Service beklagt, schon wurde ich mit Kaffee am Sitzplatz belohnt! 😉

re-publica 2011 / 1. Tag / vormittags

Was tut man nicht alles für die re-publica?

Zum Beispiel um 4 Uhr morgens aufstehen, um ab 5:30 Uhr im Zug nach Berlin zu reisen, damit man rechtzeitig um 9 Uhr Einlass begehren kann, um nicht im Riesenansturm stecken zu müssen!
Regen gibt’s hier reichlich, also war die Entscheidung für die Winterjacke richtig. Zum Glück macht auch die Verpackung der elektronischen Geräte mit: nicht ist naß geworden, nichts wurde schmutzig oder gar angekratzt!

Begrüßung startete mit der üblichen Verspätung von etwa 10 Minuten, doch da waren die Anmeldecounter mit den Teilnehmern immer noch gut besucht.
Der Dank an die vielen großen und kleineren Sponsoren durfte natürlich auch nicht fehlen; ich finde das richtig und wichtig, denn ohne diese Firmen wären Veranstaltungen wie diese einfach nicht möglich.
Den Vorschlag, 1% der GEZ-Gebühren für die digitale Gesellschaft auszugeben, würde dabei helfen, solche Veranstaltungen auch im kleinen Rahmen stattfinden zu lassen, wenn potente Sponsoren nicht zur Verfügung stehen.

Einen kleinen Seitenhieb kann ich mir an dieser Stelle allerdings nicht verkneifen: die Veranstaltung über „Open Data“ im kleinen Saal stattfinden zu lassen, der irgendwann aus allen Nähten platzt und gleichzeitig den großen Saal ungenutzt zu lassen scheint mir zu umwölkten zu sein! Nutzt doch die großen Räume, wenn sie verfügbar sind. Lieber etliche Plätze über als schlicht viel zu wenig Platz!

Sinn und Unsinn von Twitterwalls?!

Gegenwärtig ist eine Diskussion im Gange, ob Twitterwalls auf Veranstaltungen sinnvoll sind oder nicht: Einige Beispiel für die Diskussion findet man z.B. in einem Artikel zur re:publica oder auch im Blog von Mathias Richel. Diese Liste ließe sich sicherlich um etliche weitere Einträge ergänzen …

Wer nicht wissen sollte, was eine Twitterwall ist, der kann bei Twitterwallr nicht nur eine Erklärung dazu finden sondern auch gleich selbst eine solche Twitterwall einrichten! [Hinweis: Schon witzig, dass bisher noch niemand den Begriff ‚Twitterwall‘ in einem Wikipedia-Artikel behandelt!]

Wenn eine Twitterwall parallel zu einer laufenden Veranstaltung für alle Teilnehmer sichbar eingeblendet wird, dann erfordert es von allen Beteiligten eine gewisse Disziplin. Es macht keinen Sinn eine „Parallelveranstaltung“ über die Twitterwall zu starten. Kein höflicher Mensch würde schließlich auf die Idee kommen, während einer (Podiums-)Diskussion eine genauso laute Unterhaltung mit seinen Nachbarn zu beginnen, oder?!
Auf der anderen Seite sind Twitterwalls sehr praktische Dinge: So kann z.B. über die Twitterwall eine Verständnisfrage gestellt werden, auf die entweder die anderen Teilnehmer oder gar die (Haupt-)Diskutanten eingehen können. Oder es ist möglich, Quellenangaben zu hinterlegen. Schlußendlich bietet eine Twitterwall die Möglichkeit, im Nachhinein nachzulesen, welche Stichpunkte andere Teilnehmer für sich „mitgenommen“ haben und so seine eigenen Erinnerungen zu ergänzen.

Doch es bleibt da ein wichtiger Punkt, der beachtet werden muß (nicht sollte): Disziplin.

ConventionCamp 2009

Wie bereits an meinen Twitter-Einträgen vom 26. November zu erkennen ist, habe ich an diesem Tag am ConventionCamp auf dem Messegelände in Hannover teilgenommen.

Im Gegensatz zum Vortrag von Thomas Knüwer zum Thema „Die letzte Chance: Wie Medienhäuser sich ändern müssen, um zu überleben“ (gleich nach der Mittagspause), fand ich die Ausführungen von Oliver Gassner bzgl. „How to blog“ praxisnäher, denn er gab konkrete Hinweis, welche Eigenschaften ein gutes Blog auszeichnen:

  • Mach dir klar, was dein Thema ist oder sein soll.
  • Stellt mein Thema eine geschäftliche Nische da?
    Wenn nein, wird es schwierig sich gegen die etablierte Konkurrenz zu beachten!
  • Am Beginn muß Quantität her: Ohne entsprechende Inhalte gibt’s keine Leser; je mehr Inhalte, desto mehr potentielle Leser werden angesprochen.
  • Suche nach Gleichgesinnten und nimm sie in deine Referenzliste (Blogroll) auf. Dadurch entsteht mit der Zeit ein Netzwerk.
  • Man sollte so viel wie möglich bei anderen kommentieren; hier hat aber Qualität / Niveau Vorrang vor Quantität!
  • Neben dem Kommentieren sollte man so viel wie möglich verlinken. Nur wer selbst verlinkt, wird auch von anderen verlinkt.
  • Die Ersten beim Bloggen eines bestimmten Themas werden am meisten referenziert und am häufigsten aufgesucht, da man ihnen Aktualität unterstellt.
  • Von Veranstaltungen sollte man live bloggen; dies ist nicht einfach, sollte daher geübt werden. Hierdurch wird eine Live-Atmosphäre erzeugt.
  • Twittermeldungen in das eigene Blog zu integrieren kann mehrfach hilfreich sein:
    • Live-Bloggen wird u.U. vereinfacht.
    • Twitter-Meldungen dienen als eigener (öffentlicher) Notizzettel für mögliche spätere Blog-Beiträge.
    • Twitter wird als weiterer Informationskanal etabliert.
  • Treffen im „echten Leben“ mit anderen Gleichgesinnten hilft, neue Kontakte zu knüpfen und bestehende Kontakte zu pflegen.
  • Auch Statistikauswertungen sind Pflichtaufgaben:
    • Wer verlinkt mich? Kenne ich den Verlinker schon? Was sind seine Themen?
    • Über welche Suchbegriffe kommen die Leser zu mir? Sind darunter Stichwörter für neue Blogeinträge?
  • Die Blogartikel sollten echten Mehrwert bieten. [Max. 30 Prozent der Beiträge sollte sich mit der eigenen Firma beschäftigen!]
  • Regelmäßigkeit lockt wiederkehrende Besucher an; es gibt keine Vorgabe, man muß den eigenen Rythmus finden und ihn einhalten.
  • Die eignen Nachrichtenqullen erkunden: Woher bekommen die Quellen, welche man selbst nutzt, ihre Informationen her?
  • Newaggregatoren können bei der (täglichen) Sichtung des (neuen) Informationsmaterials sehr hilfreich sein.
  • Tipps holen bei Experten ist wichtig — aber nicht alles, was Experten von sich geben, ist richtig!

Egal ob nun privates Blog mit einigen Schwerpunkten oder Firmenblog mit Niveau: Diese Hinweise helfen in allen Fällen (weiter)! 🙂

Weltgrößtes Deutschlands größtes Blogger-Treffen in Berlin

Zwei Beameranzeigen nebeneinander: 'WLAN kommt gleich.' und 're:publica'09'.

Nun hat es wieder begonnen, das größte Blogger-Treffen im deutsch-sprachigen Raum: die re:publica 2009!

Was braucht man für so eine Mega-Giga-DingensBumens-Event?

  1. Ganz viele Anmeldungen, wobei die Tickets immer teurer werden, je näher der Termin rückt: erfüllt.
  2. Große Veranstaltungsräumen, in der die vielen Leute, die sich angemeldet haben, auch reinpassen, vor allem für die Keynotes: erfüllt.
  3. Vernünftige Getränke am Morgen, vorzugsweise Kaffee („… und was ist mit Tee?“): naja, ich habe schon besseren Kaffee mit Sahnecups getrunken!
  4. Ein funktionierender Internetzugang, vorzugsweise „mit ohne Schnur“: Arrggghhhh!

Also der gegenwärtige Zustand, besser gesagt Nicht-Zugang zum Netz ist nicht gerade „schön“. Offensichtlich ist es kein Problem sich mit den diversen WLAN-APs zu verbinden, aber scheinbar gibt es nicht genügend freie interne Adressen, denn in der Regel scheitert die Zuweisung einer IP-Adresse durch den DHCP-Server. Kleiner Vergleich mit der realen Welt: Ich habe einen Schlüssel für ein Auto, komme also in das Fahrzeug rein, aber anschließend funktioniert der Start-Button nicht und ich kann daher nicht losfahren.

Liebe Organisatoren: ich möchte erst einmal eine Lanze für euch brechen: So ein Event in der diesjährigen Größe auf die Beine zu stellen, sagt mir, dass ihr Mut habt! Und dazu gehören kleinere Pannen wie Beamer, die nicht mehr wollen, Stromanschlüsse, die nicht vorhanden sind usw. dazu. Aber ein WLAN das nicht geht, geht nicht!